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Reise · Schweiz mit dem Mietwagen

Sieben Tage, vier Kantone, ein Mietwagen: eine Schweizreise ohne eigenes Auto

SK

Simon Kellenberger

Veröffentlicht am 08.09.26 · Lesezeit 5 Min.

Die Idee war simpel: eine Woche Schweiz, von Zürich über das Berner Oberland bis an den Genfersee – und danach das Fahrzeug wieder abgeben. Kein Parkplatz zu Hause, keine Versicherung, kein Service. Statt den eigenen Wagen zu behalten, wurde für die Reise gemietet. Was zunächst nach Umweg klang, hat sich als der unkomplizierteste Teil der Planung erwiesen.

Mietwagenbereich in einem Schweizer Flughafenparkhaus mit Beschilderung und einer Reihe bereitstehender Fahrzeuge
Abholung direkt im Parkhaus: Schalter, Fahrzeugreihe und Ausfahrt liegen beieinander.

Die Buchung: Kategorie statt Wunschmodell

Reserviert wird online, Wochen im Voraus oder am selben Morgen. Ausgewählt werden Abhol- und Rückgabestation, Zeitfenster und Fahrzeugkategorie – nicht ein konkretes Modell. Wer im Winter in die Berge fährt, achtet auf Winterausrüstung; wer viel Gepäck hat, nimmt den Kombi statt des Kompaktwagens. Der Preis steht vor der Bestätigung fest, samt Kilometerregelung und Selbstbehalt.

Zwei Punkte lohnen den zweiten Blick: die Rückgabestation – eine Einwegmiete kostet häufig Zuschlag – und die Tankregelung. «Voll zu voll» ist meist die günstigste Variante, wenn eine Tankstelle in Stationsnähe liegt.

Übergabe in zehn Minuten

Mitarbeiterin an einem Schweizer Mietwagenschalter übergibt einem Kunden den Fahrzeugschlüssel über den Tresen
Führerausweis, Kreditkarte, Vertrag: Die Übergabe am Schalter dauert selten länger.

Am Schalter braucht es Führerausweis, Ausweis und eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers; darauf wird eine Kaution blockiert. Danach folgt der wichtigste Schritt, den viele überspringen: die Rundumkontrolle. Kratzer, Felgen, Windschutzscheibe und Tankstand werden fotografiert und im Protokoll vermerkt. Fünf Minuten, die bei der Rückgabe Diskussionen ersparen.

Unterwegs: Vignette, Pässe und Tempolimits

Auto fährt auf einer Uferstrasse am Genfersee vorbei an Weinbergen, im Hintergrund verschneite Berge
Uferstrasse am Genfersee: Strecken, die mit dem Zug schlicht nicht möglich wären.

Mietfahrzeuge aus der Schweiz tragen die Autobahnvignette bereits. Innerorts gilt 50 km/h, ausserorts 80, auf Autobahnen 120 – kontrolliert wird konsequent, Bussen werden nachträglich weiterverrechnet. Die Passstrassen sind gut ausgebaut, verlangen aber Zeit: Für die Etappe über den Grimsel waren statt der berechneten zwei Stunden fast drei nötig, Fotostopps eingerechnet.

Familie lädt Gepäck und Skiausrüstung in den Kofferraum eines Kombis in einem verschneiten Schweizer Bergdorf
Im Winter zählt der Kofferraum: Kombi mit Winterreifen statt Kompaktwagen.

Was vor der Reservation geklärt sein sollte

Das Fazit nach 940 Kilometern

Für Städte allein lohnt sich der Mietwagen nicht – Zürich, Bern und Luzern sind mit dem öffentlichen Verkehr schneller erreicht und das Parkieren ist teuer. Sobald jedoch Seitentäler, Passstrassen und Bergdörfer dazukommen, dreht sich die Rechnung. Die Woche endete dort, wo sie begonnen hatte: Fahrzeug abgestellt, Schlüssel abgegeben, Protokoll unterschrieben. Danach war das Auto wieder das Problem von jemand anderem.

Hinweis: Dieser Beitrag ist ein werblicher Inhalt. Verfügbarkeit, Fahrzeugkategorien, Tarife, Kautionen und Versicherungsleistungen hängen von der Station, vom Zeitpunkt und vom jeweiligen Vertrag ab. Es gelten ausschliesslich die Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Genannte Kostenbeispiele sind unverbindlich.